Spoiler Warnung

In diesem Artikel werden eventuelle Spoiler für Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu zu lesen sein. Wenn du also in den Film völlig ohne Spoiler einsteigen möchtest, empfehlen wir dir, diesen Artikel nicht weiterzulesen.

Wie jeder großer Pokémon-Fan träumte ich als Kind davon, in den Schuhen von Ash Ketchum zu stehen, der Hauptfigur der Anime-Serie. Und jetzt gibt es Pokémon Detective Pikachu, wo die Pokémon wirklich zum Leben erweckt wurden. In der Metropole Ryme City fliegen die Pidgeys um Sie herum, und zwischen den hohen Wolkenkratzern leben Pokémon und Menschen zusammen. Eine Lickitung in der U-Bahn zu treffen ist nicht ungewöhnlich.

Teenager Tim Goodman (gespielt von Justice Smith) scheint der einzige in Ryme City ohne einen Pokémon zu sein. Er will nicht viele der Kreaturen haben, aber schließlich arbeitet er mit Pikachu (gesprochen von Ryan Reynolds) zusammen, den er wunderbar verstehen kann. Die beiden suchen nach Hinweisen darauf, was mit Tims Vater passiert ist, der vermutlich vermisst oder tot ist.

Das vielleicht wichtigste an diesen Film ist, dass die Pokémon realistisch aussehen. Einige von ihnen sind echt niedlich, aber die meisten von ihnen sind sogar ziemlich beängstigend. Besonders eine manipulierte Version eines Dito, die sich in Menschen und andere Pokémon verwandeln kann, ist schockierend. Auf die Details der verschiedenen Pokémon wurde geachtet. Charizard hat eine robuste Haut und Snubbull hat ein seidig weiches Fell.

Eine Reihe von Pokémon, wie Charizard und Snorlax, sehen viel kleiner aus als erwartet. Dies kann daran liegen und das CGI verfehlt den Sinn der Synchronisation der Stimmen von Pikachu und Mewtwo, die die einzigen Pokémon im Film sind, die wie Menschen sprechen.

Einer der coolsten Pokémon der gesamten Franchise, Mewtwo, hat eine herausragende Rolle in der Geschichte. Der legendäre Pokémon wurde einst vom Menschen geschaffen und stammt von Mew ab. Er gilt als einer der stärksten Pokémon der Welt. Wer einen großen Kampf mit Mewtwo erwartet, wird enttäuscht sein. Für einen Pokémon-Film gibt es nur wenige Schlachten und wenn eine stattfindet, ist diese leider nur von kurzer Dauer.

Trailer:

Leider ist das nicht das Einzige, was dem Film fehlt.

Das Handeln der Akteure von Detektiv Pikachu ist völlig unzureichend. Justice Smith weiß nicht, wie man überzeugt. Szenen, die emotional sein sollten, berührten mich kaum. Viel mehr Wirkung zeigt der Animationsfilm Mewtwo vs. Mew von 1998, in dem Ash bei einem Kampf zwischen den beiden legendären Pokémon versteinert und dann durch die Tränen der vielen anwesenden Pokémon wieder zum Leben erweckt wird.

Klar Meisterdetektiv Pikachu ist für Kinder gemacht, wie wir es aus dem Anime gewohnt sind, aber ich finde der kindliche Inhalt überwiegt zu sehr. Die Geschichte ist nicht so toll und vor allem sehr vorhersehbar. Doch am Ende war ich überrascht von einer unerwarteten und zugleich unklaren Wendung. Dies bildete einen schönen Abschluss der Geschichte, sorgte aber auch dafür, dass ich verwirrt blieb.

Detektiv Pikachu verlässt sich ganz auf Ryan Reynolds. Wo seine Stimme für einen so süßen kleinen Pikachu zunächst seltsam wirkt, schlägt das Bild ziemlich schnell. Nicht nur Reynolds‘ erkennbare Stimme, sondern auch sein albernes Geschwätz machen es, dass man mehrmals an Deadpool erinnert wird, und das macht diesen Film wieder einzigartig und doch etwas erträglich.

Als Kind erhielt ich zu meinem Geburtstag eine leuchtend gelben Gameboy mit dem ebenso glitzernden Pokémon Yellow (mit Pikachu als Starter Pokémon). Seitdem die Taschenmonster in mein Leben kamen, ist es unmöglich, sich ein Leben ohne sie vorzustellen. Dieser Film stand ganz oben auf meiner Liste, doch leider konnten mich die Schauspieler nicht genug überzeugen und ich hoffte zu sehr auf epische Pokémon-Kämpfe. Doch leider Vergeblich.

Fazit

Die Welt von Pokémon Detektiv Pikachu ist schön und lebensecht, aber selbst für den größten Pokémon-Fan lässt der Film etwas zu wünschen übrig. Mehr Action und mehr Emotionen sind die Schlüsselwörter. Ryan Reynolds als Pikachu rettete den Film und macht ihn zu einem schönen Film, aber keinen, den ich noch einmal sehen muss.